Rezension
Evolution
Track 2 "Innovation" breitet einen sagenhaft mitreißenden Sequenzer-Teppich aus, packende Melodien überlappen sich und ein motivierender Rhythmus setzt ein. Ein wahrhaft gelungener Auftakt! Die einzelnen Tracks sind durch Meeresrauschen eines fremden Ozeans eines fremden Planeten miteinander verbunden. Bedingung für den Genuss dieses Albums ist den Lautstärkenregler etwas höher als normal anzusetzen. Weitere Höhepunkte: "Paradise Island" und der Titeltrack "Evolution". Faszinierende neue Klänge, eingebettet in perfekt verwobenen Melodien, abwechslungsreich gestylt durch Rhythmus und mysteriöse, ruhige Phasen ... keine Space-Music im üblichen Sinne. Im 13minütigen "Birth of Atmosphere" entwickelt sich aus einem Dark-Ambient-Intro ein pulsierender Rhythmus, der an Sequenzen erinnert, die auch bei Pyramid Peak oder Spyra zur Entfaltung kamen.
Klar, das Rad kann nicht neu erfunden werden, aber alles in allem präsentiert Otarion auf seiner neuen Scheibe eine reife Leistung in Sachen traditioneller elektronischer Musik und eine Steigerung gegenüber seinem Erstling "Es werde Licht".