Rezension
Sensual Reflections
Zu kurz? Na gut... ;-)
12 sinnliche Reflektionen bietet Uwe Saher, der nach Ausflügen in benachbarte musikalische Gebiete wieder einmal eine CD unter seinem Pseudonym "Brainwork" veröffentlicht hat, an. Brainwork gehört zu den Musikern, denen es gelungenen ist, einen eigenen, unverkennbaren Stil zu finden. Dieser Stil findet sich auch auf dieser Scheibe wieder, aber dennoch ist sie irgendwie anders als die letzten Brainwork-Veröffentlichungen. "U. S. likes to experiment with different ways of expressions" erfahren wir im Cover. Werfen wir mal einen Blick auf ein paar dieser Experimente:
Spirit Rain beginnt zunächst wie ein typisches Brainwork-Stück, bekommt aber dann durch ein entferntes Singsang, was der Musik untergemischt ist, eine ganz eigenartige Atmosphäre. Dennoch ist dies eines der Stücke, die am typischsten für Brainworks Musik sind.
Dreaming China verdient seinen Namen wohl wegen eines der verwendeten Sounds, der aber perfekt in die übrige Musik integriert ist. Wie der Name auch schon vermuten läßt, ein etwas ruhigerer, verträumterer Titel.
Richtig romantisch wird's dann aber bei Red Moon. Piano-Klänge, Streicher - will da jemand John Kerr den Rang ablaufen? ;-)
Für meinen Geschmack der absolute Hammer auf dieser CD ist aber Thrill Zone. Gitarre zu EM ist sowieso eine Kombination, die mir liegt, aber dieses Stück ist einfach genial!
Etwas flotter geht's z. B. zu bei Fairy Flight, erinnert mich ein bißchen an den Stil von Robert Miles. Auch ein Stück, das mir sehr gut gefällt, ist Black Celebration II. Ich könnte mir vorstellen, daß bei einem Konzert das ein Stück ist, wo das Publikum voll mitgeht. Unter die Musik mischt sich ähnlich wie bei Spirit Rain wieder ein Gesang, dieses Mal allerdings noch mit rythmischem Klatschen. Da kommt schon fast Party-Stimmung auf.
Als nächstes wird's von Uwe wohl wieder eine "Element 4"-Scheibe geben, aber hoffen wir, daß die nächste Brainwork-CD so weitermacht, wie Sensual Reflections aufhört!