Rezension
Virtual Vices III
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Und so sind Pete Namlook und Wolfram Spyra denn nach 1998 und 2000 2001 noch ein weiteres Mal zusammen ins Studio gegangen um eine neue Virtual Vices-CD aufzunehmen. Das Ergebnis, die gut 55 Minuten lange Virtual Vices III, kann sich hören lassen.
Los geht's mit What About God: Ein recht flotter Titel irgendwo zwischen Elektronik, Jazz und Easy Listening. So unbeschwert geht's allerdings nicht weiter: Es zischt, klickert und klackert bei Taurus - wie hieß das noch gleich bei Kraftwerk: Boing Peng Bum Tschak? Aber die Maschinen sind feiner, eleganter geworden. Oscillation 3 läuft dann wieder etwas ruhiger, entspannter bevor es am Event Horizon dann ganz ruhig wird: Ambient pur. Den Abschluß und Höhepunkt bildet schließlich Last Dance on Luna: Ein melodischer Titel der sich mit ruhigem Beat Tief in den Gehörgang gräbt.
Keine Frage: Mit dieser Scheibe beweisen Namlook und Spyra erneut das sie in Sachen Elektronischer Musik in der Spitzenliga spielen. Virtual Vices III gefällt mir dabei noch weit besser als die Vorgänger-CD, sie ist abwechslungsreicher. Selbst Spyras Elevator to Heaven wirkt gegen diese CD einfältig.
Wer weiß: Vielleicht sind aller guten Dinge auch vier?