Rezension
The Four Seasons
Zu "Elektronischer Musik auf Frankreich" fällt den meisten vermutlich zunächst mal Jean Michel Jarre ein, vielleicht noch Tales. Für die Zukunft gibt es noch einen Namen, der einem da vielleicht ins Gedächstnis kommen könnte: Jean-Pierre Saccomani heißt der Newcomer aus Paris.
The Four Seasons heißt seine erste CD. Auch wenn diese Musik Klassik-
Freunde vielleicht gar nicht so sehr verschreckt: Es handelt sich hier
keineswegs um eine elektronische Fassung der "Vier Jahreszeiten" von
Vivaldi.
Die Musik von Jean-Pierre Saccomani läßt sich schwer in eine Schublade
einsortieren: Mal geht's in Richtung Ambient, dann klingt's wieder etwas
synphonisch, manchmal melodisch - aber auch nicht immer.
Mal klingt es ein wenig nach Vangelis, mal wirkt die Musik wie eine ruhigere
Ausgabe von Robert Fox, mal erinnert sie an Rüdiger Gleisberg - aber das gilt
eigentlich immer nur für Auszüge aus den einzelnen Titeln. Im Gesamten eine
ziemlich unaufdringliche, ruhige, sehr angenehme Musik.
Die Titel heißen übrigens - Überraschung,
Überraschung - Spring, Summer, Autumn und Winter und
sind alle jeweils um die 15 Minuten lang. Als Zugabe gibt es noch die kurze und
ziemlich mißlungene Ballad - aber die ist Gott sei Dank nach 1:06 zu
Ende und sollte den sonst sehr positiven Gesamteindruck dieser CD nicht trüben.
Normalerweise tue ich mir mit CDs der ruhigeren Gangart schwer - allzu oft
landen diese nach einigen Malen Anhören im Regal und verstauben dort bis in alle
Ewigkeit.
The Four Seasons habe ich nun doch schon einige Wochen hier und bislang
noch nicht ins Regal einsortiert. Statt dessen wandert sie immer mal wieder in
den Player und ich höre sie immer noch genauso gerne wie zu Beginn.