Rezension

The Four Seasons

Jean-Pierre Saccomani

1999 CD 5 Tracks 64:12
Diese Rezension wurde von Frank Korf verfasst am 5. März 2000 und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).

Zu "Elektronischer Musik auf Frankreich" fällt den meisten vermutlich zunächst mal Jean Michel Jarre ein, vielleicht noch Tales. Für die Zukunft gibt es noch einen Namen, der einem da vielleicht ins Gedächstnis kommen könnte: Jean-Pierre Saccomani heißt der Newcomer aus Paris.

The Four Seasons heißt seine erste CD. Auch wenn diese Musik Klassik- Freunde vielleicht gar nicht so sehr verschreckt: Es handelt sich hier keineswegs um eine elektronische Fassung der "Vier Jahreszeiten" von Vivaldi.
Die Musik von Jean-Pierre Saccomani läßt sich schwer in eine Schublade einsortieren: Mal geht's in Richtung Ambient, dann klingt's wieder etwas synphonisch, manchmal melodisch - aber auch nicht immer.
Mal klingt es ein wenig nach Vangelis, mal wirkt die Musik wie eine ruhigere Ausgabe von Robert Fox, mal erinnert sie an Rüdiger Gleisberg - aber das gilt eigentlich immer nur für Auszüge aus den einzelnen Titeln. Im Gesamten eine ziemlich unaufdringliche, ruhige, sehr angenehme Musik.
Die Titel heißen übrigens - Überraschung, Überraschung - Spring, Summer, Autumn und Winter und sind alle jeweils um die 15 Minuten lang. Als Zugabe gibt es noch die kurze und ziemlich mißlungene Ballad - aber die ist Gott sei Dank nach 1:06 zu Ende und sollte den sonst sehr positiven Gesamteindruck dieser CD nicht trüben.

Normalerweise tue ich mir mit CDs der ruhigeren Gangart schwer - allzu oft landen diese nach einigen Malen Anhören im Regal und verstauben dort bis in alle Ewigkeit.
The Four Seasons habe ich nun doch schon einige Wochen hier und bislang noch nicht ins Regal einsortiert. Statt dessen wandert sie immer mal wieder in den Player und ich höre sie immer noch genauso gerne wie zu Beginn.