Rezension
Cafe del Mar Volumen Seis
finden wird ist einmal mehr der Beweis dafür, daß der Trip-Hop-Stempel gerne genau denjenigen Werken aufgedrückt wird, die sich ansonsten schwer oder garnicht einer Schublade zuordnen lassen. Und tatsächlich scheint es auch bei "Café Del Mar Vol. 6" wieder schier unmöglich, das dargebotene musikalische Spektrum eindeutig zu kategorisieren: Irgendwo zwischen Ambient und Latin, zwischen Soul und Ethno, fast immer jedoch mit genau der richtigen Prise Elektronik bewegen sich die 15 Tracks der 1999er Compilation. Was auf den ersten Blick vielleicht kaum auf ein und die selbe CD zu passen scheint, zeigt sich bei genauerem Hinhören als die perfekte Mischung für herrlich entspannte Sommertage und -abende.
Und ganz getreu dem Motto "wenn's am schönsten ist, soll man aufhören" kündigt José Padilla im zugehörigen CD-Booklet an, daß "Volumen Seis" seine letzte "Café Del Mar"-Compilation sein wird. Ein Grund mehr für all diejenigen, denen diese Leckerbissen bisher entgangen sind, gerade noch auf den Zug aufzuspringen.
Und für diejenigen, die jetzt auf den Geschmack kommen: In gut sortierten Plattenläden sind auch die ebenso empfehlenswerten ersten fünf Compilations der Serie noch erhältlich ...
Anspieltips: Track 1 (Talvin Singh/"Traveller"), Track 5 (Mandalay/"Beautiful"), Track 6 (Humate/"3.2 Bedrock")