Rezension
Nightsessions
Aber nun zur Musik selbst: Sie entspricht wirklich dem womit man rechnet, wenn man an Berliner Schule denkt, nämlich improvisierte Melodien zu laufenden Sequenzern, doch das ist bei weitem nicht alles was einen hier erwartet. Gleich die erste (und längste) von drei Nummern, 'Apocalypsis II' ist schon recht abwechslungsreich. Von einleitenden Walgesängen (ok, das ist heute schon etwas aus der Mode ...) über angenehme Melodien bis hin zu fetzigen Synthsolis, die teilweise sehr nach Gitarre klingen (im Booklett ist aber keine erwähnt) und auch einem kurzen Klavierpart ist da wirklich alles drinnen. Das zweite Stück ist dann wirklich Berliner Schule in Reinkultur und könnte genausogut von Klaus Schulze oder Tangerine Dream stammen. Mit ca. 24 Minuten Spielzeit bietet 'Zoomland II', die dritte und zugleich letzte Nummer wieder schöne Melodien und rhythmische Sequenzerläufe, die dem Berliner Gehörgang durchaus schmeicheln, jedem anderen aber natürlich auch!
Lambert Ringlage meint, er könne sich vorstellen, daß diese Musik bei Fans von Klaus Schulze oder Tangerine Dream durchaus auf offene Ohren stossen würde und dieser Meinung kann ich mich nur anschliessen.