Rezension
Pictures of Asia
Tales, Pictures of Asia - Projektname und Titel der CD lassen schon fast vermuten, daß es sich um Musik a la Kitaro handelt, um Musik wo mit schönen Klaengen schöne akkustische Landschaften gemalt werden. Doch das trifft nicht so ganz zu: Die Musik des Franzosen Jean-Luc Hervé Berthelot, der sich hinter "Tales" verbirgt, erscheint mir viel "bodenständiger". Analoge Instrumente, viele Sequenzen (im Booklet wird betont, daß kein Computer-Sequencer verwendet wurde!), viel Atmosphäre mit vergleichsweise einfachen Mitteln.
Das angegebene Thema - Pictures of Asias - ist keineswegs verfehlt. Bis auf den letzten Titel Helena, der auch passenderweise den Zusatz "not in Asia" trägt, haben alle Stücke einen starken asiatischen Touch. (Helena ist eine einfache kleine Ballade.)
Das Spektrum reicht von meditativer, ruhiger Musik wie z. B. in Meditations oder Indonesia, postcard one bis hin zu sehr kraftvollen Titeln wie Yeti's ballad (Chomolungma & Friends).
Letzterer Titel ist übrigens mein absoluter Favorit auf der Scheibe und könnte bei mir bei einer Wahl zum Titel des Jahres 97 durchaus eine Rolle spielen. Aber auch The silk road sei als Anspieltip genannt.
"Electronic Tales somewhere between Ambient New Age & World Music" sagt ein Werbezettel. Kann man gelten lassen. Die Musik liegt irgendwo zwischen Mind over Matter und Kitaro, wenn man sie denn unbedingt mit der anderer Künstler vergleichen möchte.
Pictures of Asia ist eine CD, die mich sehr angenehm überrascht hat und die ich in jedem Fall weiterempfehlen möchte.
Für September ist die zweite CD von Tales angekündigt. Ich bin gespannt drauf.