Rezension
Fireworks
Aber mal der Reihe nach: Mit "Power & Glory fore the 21st Century" ist die CD untertitelt. Manch ein EM-Fan mag bei "Power & Glory" an Henry Maske und Vangelis denken, und so ganz falsch wäre das auch hier nicht: Gerade der erste Titel (Salut) und der letzte (Final Lightning) erinnern sehr an Vangelis. Insbesondere erinnert mich die Melodie an Eric's Theme (bekannt aus den ZDF-"album"-Jahresrückblicken). Jedoch steckt auch unverkennbar Mergener in diesen Titeln mit drin, und gut sind sie allemal.
"Bombastische Arrangements, sakrale Gesänge, satte Percussion und frappierende 3-D-Effekte machen diese Musik zu einem Feuerwerk brillianter Sound-Ideen", heißt es auf der Rückseite. Das ist zumindest mal nicht ganz falsch. Ob man die Sounds von krachenden und prasselnden Feuerwerkskörpern wirklich mit hätte einbringen müssen, ist Geschmackssache. Manchmal finde ich es ein bißchen Albern. Die Integration von Sounds war bei Heaven-to-Hell besser gelungen. Heaven-to-Hell: Auch die sakralen Gesänge hatten wir da bereits. Und überhaupt klingt für den Fan dieser Scheibe der ein oder andere Sound auf Fireworks doch sehr vertraut. Einige Titel (wie z. B. Firefly Bouquet) hätten auch sehr gut auf diese CD gepaßt.
Wirklich neue Ideen finden sich auf Fireworks eigentlich nicht. Was sakrale Elemente, die sich durch die ganze CD ziehen, nun eigentlich mit einem Feuerwerk (mit dem ich eigentlich mehr Begriffe wie "Volksfest" verbinde) zu tun haben, weiß ich auch nicht so genau.
Aber dennoch servieren uns Michael Weisser und Peter Mergener hier ein musikalisches Menu, wie man es nicht alle Tage geboten bekommt. Der Klang hat Spitzenqualität und Peter Mergener als Komponist versteht sein Handwerk. Fraglos für mich die bislang beste CD-Veröffentlichung in diesem Jahr.
Anspieltips: Track 1 (Salut), 8 (Crisanthemum Beauty), 9 (Fireballs).
Nicht ganz so gut wie Heaven-to-Hell - aber fast!