Rezension
Dreamland
Nun legt der neue Meister des "Dreamtrance", wie seine Musik genannt wird, mit "DREAMLAND" (Motor) das dazugehörige Album vor. Und wie es das schöne pastorale Cover schon vermuten läßt - in dieses Land kommt man gerne und unbesorgt zum Träumen, denn hier weiß man, was einen erwartet: nette elektronische Klänge, die niemandem weh tun.
Natürlich geht Signore Miles auf Nummer Sicher, natürlich hört sich das ganze an wie eine ultralange Version von "Children" (das übrigens, genau wie "Fable", zweimal vertreten ist), natürlich finden hier keine bahnbrechenden Experimente statt und natürlich hat das ganze mit der aktuellen Techno-Entwicklung soviel zu tun wie Rod Stewart mit progressivem Rock. Aber nichtsdestotrotz schafft Miles den riskanten Spagat, sich nie allzuweit vom "Children"-Schema zu entfernen, die Stücke aber dennoch so interessant zu gestalten, daß die Scheibe nicht langweilig wird. Und so formt sich das ganze zu einem schönen fast durchgehenden Instrumentalwerk ohne größeren Tiefgang, das sich aber gut hören läßt und immer gefällig bleibt.
Es finden sich noch mindestens zwei weitere Stücke mit Single-Potential auf dem Album, so daß sich Miles, wenn bis dahin die Trittbrettfahrer den Markt nicht schon übersättigt haben, wirklich als Jean-Michael Jarre der 90er etablieren kann.
Fazit: Wem "Children" noch nicht zu den Ohren rauskommt, der wird an dieser Platte seine Freude haben.